Stadt Horn - Bad Meinberg | Nachrichtenarchiv

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03.02.2016

»Die Externsteine sind ein Alleinstellungsmerkmal für Horn-Bad Meinberg«

Bürgermeister Stefan Rother macht sich umfassendes Bild vom Naturdenkmal

Gästeführerin Cornelia Müller-Hisje (r.) führte Bürgermeister Stefan Rother, Petra Kirschke (Denkmal-Stiftung Landesverband
Lippe), Verbandsvorsteherin Anke Peithmann, die Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung, Klaus Stein und Ralf Noske, sowie Forstdirektor Hans-Ulrich Braun (v. l.) fachkundig durch das Areal und erläuterte die Natur- und Kulturgeschichte der Externsteine.

Die Externsteine sind – neben dem Hermannsdenkmal – die herausragende touristische Attraktion Lippes: Jährlich kommen rund 500.000 Gäste, um das Naturdenkmal zu erleben und das umgebende Naturschutzgebiet zu erkunden. Für die Stadt Horn-Bad Meinberg haben die Externsteine deshalb eine enorme Bedeutung. Grund für Stefan Rother, Bürgermeister Horn-Bad Meinbergs seit rund einem Vierteljahr, sie genauer kennenzulernen. Er traf sich mit Vertretern des Landesverbandes Lippe, zu dessen Vermögen die Externsteine gehören.

„Als gebürtiger Herforder sind mir die Externsteine seit vielen Jahren bekannt, doch nun, als Bürgermeister der Standortkommune, habe ich natürlich eine andere Perspektive gewonnen: Die Externsteine sind ein absolutes Alleinstellungsmerkmal, mit dem wir Gäste und Touristen für Horn-Bad Meinberg begeistern können“, ist Rother überzeugt. „Mir war deshalb wichtig, mit dem Landesverband Lippe als Träger ins Gespräch zu kommen, und mir ein umfassendes Bild von seinen Angeboten vor Ort zu machen.“

Verbandsvorsteherin Anke Peithmann, die beiden Geschäftsführer der Denkmal-Stiftung, Klaus Stein und Ralf Noske, sowie Forstdirektor Hans-Ulrich Braun erläuterten Rother die Maßnahmen der vergangenen Jahre, die zu einer erheblichen Aufwertung des Denkmals beigetragen haben. „2011 hat der Landesverband Lippe das Infozentrum eröffnet, das Dank des großzügigen Engagements der Schutzgemeinschaft Externsteine und mit Hilfe von Fördergeldern der NRW-Stiftung Natur Heimat Kultur sowie von EFRE-Mitteln errichtet werden konnte“, berichtete Peithmann. „Seitdem haben weit über 300.000 Besucherinnen und Besucher die kostenfreie Dauerausstellung im Infozentrum besucht. Das belegt, dass die fundierte, medial ansprechend aufbereitete Information sehr gut angenommen wird.“

2012 folgte die Übergabe der GPS-Naturerlebnispfade an die Öffentlichkeit: „Mit dem eigenen Smartphone oder mit iPads, die im Infozentrum zur Ausleihe bereit liegen, können Interessierte, Familien und Kinder auf Entdeckungstour durch das Naturschutzgebiet gehen und Besonderheiten der Tier- und Pflanzenwelt sowie der Steine selbst erfahren“, ergänzte Stein. Besonders Schulklassen sind regelmäßig auf den Pfaden unterwegs, an Stationen wie dem Baumstammmikado oder dem Vogelnest laden sie dazu ein, Natur mit allen Sinnen kennenzulernen. „Außerdem haben wir seit 2011 Gästeführer ausgebildet und ein umfangreiches Führungsprogramm entwickelt, das sich wachsender Beliebtheit erfreut“, so Stein. Auf viel positive Resonanz stoßen zudem die Krimi-Lesungen, die viermal pro Jahr rund um die Externsteine stattfinden.

Im vergangenen Jahr hat die Denkmal-Stiftung nochmals investiert: „Wir haben Maßnahmen im Wert von 100.000 € umgesetzt, um das Areal noch attraktiver und einladender zu gestalten“, betont Stein. So wurde z. B. die Fassade der Gaststätte ‚Zum Felsenwirt‘ und des Kioskes energetisch saniert und optisch an das Infozentrum angepasst. Das Kreuzabnahmerelief erhielt einen barrierefreien Zugang, alte Bänke wurden durch neue ersetzt. Außerdem wurden neue Müllbehälter aufgestellt, neue Radbügelhalter installiert, alte Tafeln und Schilder entfernt und z. T. durch neue ersetzt, und auch der Weg vom Parkplatz zu den Externsteinen wird derzeit instand gesetzt, so dass auch Rollstuhlfahrer das Denkmal gut erreichen können.

„Darüber hinaus wollen wir zwei Hörstationen aufstellen, die auf Knopfdruck in Deutsch, Englisch oder Niederländisch wesentliche Informationen in knapper Form bieten“, ergänzte Noske. Eine Station wird am ehemaligen Kassenhaus an den Externsteinen, das optisch aufgewertet wurde, installiert, die zweite am Kreuzabnahmerelief. „Dort wollen wir außerdem ein 3-D-Modell des Reliefs aufbauen, damit sehbehinderte Menschen die Möglichkeit haben, das Relief sinnlich zu erfahren.“

Nicht zuletzt haben auch die Maßnahmen, die der Landesverband Lippe ab 2010 zu Nächten wie der Walpurgisnacht oder Sommersonnenwende ergriffen hat, zu Verbesserungen geführt: „Hier kooperieren wir mit der Stadt Horn-Bad Meinberg, der Schutzgemeinschaft Externsteine und der Polizei. Gemeinsam haben wir erreicht, dass deutlich weniger Menschen in diesen Nächten zu den Externsteinen kommen und die Belastungen für das Naturdenkmal sowie für die Tier- und Pflanzenwelt ganz erheblich zurückgegangen sind“, so Stein.

Rother zeigte sich vom touristischen Angebot an den Externsteinen beeindruckt: „Es gibt vielfältige Möglichkeiten für unterschiedliche Zielgruppen, um das Areal zu erkunden, und die Kombination mit modernen Medien und moderner Kommunikationstechnik wie Smartphones und Tablets ist gelungen.“ Aus seiner Sicht sei es wichtig, die Externsteine noch stärker im Herzen der Stadt zu verorten: „Die Anbindung dieses so beliebten Ausflugsziels an das Zentrum von Horn, aber auch die Erreichbarkeit vom Kurort Bad Meinberg aus, kann verbessert werden.“ Horn mit seinem historischen Stadtkern und Bad Meinberg mit seinem wunderschönen Kurpark seien für die Besucherinnen und Besucher der Externsteine ebenfalls lohnende Ziele: „Mein Wunsch ist, dass beide Stadtteile von den Besucherzahlen an den Externsteinen profitieren.“ Beide Partner wollen in den nächsten Wochen über mögliche Maßnahmen ins Gespräch kommen und weitere Ideen der Zusammenarbeit ausloten.

 

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